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 Gemeinsam gegen Leerstand

Landschaftspark Schmidatal-Manhartsberg: Sechs Gemeinden, ein gemeinsames Ziel: Leerstand aktivieren und lebenswerte Ortskerne sichern.

Hier sieht man die Unterzeichnung des Kooperationsvereinbarung der 6 BürgermeisterInnen der Region.

Das LEADER-geförderte Pilotprojekt im Landschaftspark Schmidatal-Manhartsberg zeigt, wie gemeindeübergreifende Zusammenarbeit neue Perspektiven für die Ortsentwicklung eröffnet.

Leerstehende Gebäude und ungenutzte Bauflächen sind Herausforderungen, die viele Gemeinden betreffen – und zugleich große Chancen bieten. Die Gemeinden Heldenberg, Hohenwarth-Mühlbach, Maissau, Sitzendorf an der Schmida und Ziersdorf haben dieses Potenzial erkannt und sich bewusst für einen gemeinsamen Weg entschieden.

Der zentrale Vorteil: Durch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit können Erfahrungen gebündelt, Ressourcen effizient eingesetzt und innovative Lösungsansätze gemeinsam entwickelt werden. Statt isolierter Einzelmaßnahmen entsteht ein abgestimmtes Vorgehen mit nachhaltiger Wirkung für die gesamte Region.

Aktives Leerstandsmanagement etablieren

Das Projekt verfolgt einen klaren Ansatz: Leerstand soll nicht nur dokumentiert, sondern aktiv bearbeitet werden.

  • Aufbau eines strukturierten Leerstandsmanagements in allen beteiligten Gemeinden
  • Aktivierung von ein bis zwei Leerständen pro Gemeinde als konkrete Pilotmaßnahmen
  • Sensibilisierung für die Bedeutung belebter Ortskerne

Dabei wurde früh deutlich: Leerstand ist nicht nur ein bauliches Thema, sondern eng mit sozialen, wirtschaftlichen und emotionalen Aspekten verbunden. Genau hier setzt die gemeinsame Strategie an.

Starke Partnerschaft

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der enge Austausch zwischen allen Beteiligten. Von Beginn an waren Gemeindeverwaltungen, regionale Akteurinnen und Akteure sowie bestehende Strukturen aktiv eingebunden.

Die Dorf- & Stadterneuerung begleitet das Projekt als Partnerin fachlich und methodisch:

  • Erstellung einer GIS-gestützten Leerstandsanalyse zur systematischen Erhebung
  • Kartographische Aufbereitung als fundierte Entscheidungsbasis
  • Durchführung von Workshops zur gemeinsamen Bewertung der Ausgangslage
  • Fachliche Impulse für nachhaltige Maßnahmen

So entsteht ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen – und eine tragfähige Grundlage für weitere Schritte.

Beteiligung schafft Akzeptanz und Vertrauen

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung der Bevölkerung. Denn nachhaltige Lösungen im Umgang mit Leerstand gelingen nur im Dialog.

  • Einrichtung von Kernteams in jeder Gemeinde (je rund fünf Personen)
  • Regelmäßige Treffen im Zwei-Monats-Rhythmus
  • Offene Themenabende zur Information und Diskussion
  • Geplante Formate wie „Leerstands-Stammtische“

Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl private Interessen respektieren als auch dem Gemeinwohl dienen.

Effizienz durch gemeinsames Vorgehen

Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bringt konkrete Vorteile:

  • Wissenstransfer zwischen den Gemeinden
  • Gemeinsame Nutzung von Daten, Analysen und Methoden
  • Kosteneffizienz durch geteilte Ressourcen
  • Höhere Sichtbarkeit und stärkere Position bei Förderprogrammen
  • Entwicklung übertragbarer Modelle für andere Regionen

Das LEADER-geförderte Projekt (Gesamtkosten: 78.000 Euro, davon 70% Förderung) zeigt, wie durch Kooperation mehr Wirkung erzielt werden kann als durch Einzelinitiativen.

 Gemeinsam stärker für lebendige Ortskerne

Der Landschaftspark Schmidatal-Manhartsberg zeigt, wie interkommunale Zusammenarbeit zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird. Durch das gemeinsame Vorgehen entsteht nicht nur mehr Effizienz, sondern auch ein neues Bewusstsein für die Bedeutung aktiver Ortsentwicklung.

Das Projekt liefert damit wertvolle Impulse für andere Gemeinden: Leerstand lässt sich am wirkungsvollsten dort angehen, wo Zusammenarbeit gelebt wird.

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