Kategorie

Ganzheitlichkeit

Träger

Marktgemeinde Ardagger

PLZ Ort

3321 Ardagger

Beschreibung

Die Marktgemeinde Ardagger – auch das Tor zum Strudengau genannt – liegt eingebettet zwischen der Donau und dem Hügelland des Mostviertels bzw. an der Moststraße. Die Marktgemeinde besteht aus 4 Katastralgemeinden, erstreckt sich über 47 km2 und liegt auf einer Seehöhe zwischen 260 und 469 m. Die vier – ehemals eigenständige Gemeinden – nunmehr Katastralgemeinden sind: Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stephanshart. Obwohl die vier Katastralen seit 1971 zu einer Gemeinde zusammengefasst sind, haben sie ihr eigenes Vereinsleben und damit ihre ganz spezifischen Besonderheiten bewusst behalten und weiter entwickeln können. Diese Vielfalt zeichnet die Gemeinde aus und unterscheidet sie von vielen anderen Gemeinden. So gibt es in der Marktgemeinde Ardagger 4 Feuerwehren, 4 Musikkapellen, 4 Pfarren,... und zusätzlich rund 80 Vereine. Durch die Stärkung der einzelnen Katastralgemeinden ist ein „Starkes Ganzes“ entstanden.

Bürgerbeteiligung

Erste Bürgerbeteiligungsprozesse wurden bereits 1988 in Ardagger Stift gestartet. Eines der Ergebnisse war die erste Mostgalerie in der Region, die einen wesentlichen Beitrag für die Wiederentdeckung des Mostes darstellte. Dabei kaufte der Dorferneuerungsverein das letzte und damals bereits leerstehende Gasthaus im Ort und sanierte es in Eigenregie (Stiftstaverne Ardagger). Stephanshart initiierte 1995, Kollmitzberg und Ardagger Markt 2000 Bürgerbeteiligungsprozesse im Rahmen der Dorferneuerung. Dabei stand die Entwicklung des einzelnen Ortes im Mittelpunkt. Ab 2006 wurde im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogrammes Gemeinde21 eine Gesamtstrategie für die Marktgemeinde unter Berücksichtigung der Stärken der einzelnen Orte erstellt. Dabei entwickelten sich die Arbeitskreise zu Plattformen, die wesentlich zur Meinungsbildung in der Marktgemeinde beitragen. Bürgermeister DI Johannes Pressl vergleicht „seine“ Gemeinde gerne mit einer Familie, die sich auch immer wieder abstimmen muss, wobei die Individualität des Einzelnen nicht verloren gehen darf. Neben der Berücksichtigung der 4 ehemaligen Gemeinden wurden zu folgenden Themen Arbeitskreise gebildet, Ziele formuliert und Projekte umgesetzt: Ziele: Erneuerbare Energie: Durch die Stärkung regionaler Kreisläufe (Landwirte liefern hochwertige Lebensmittel und alternative Energien) wird Ardagger in 15 Jahren unabhängig vom Heizöl. Natur und Lebensraum: Die Natur wird in „Wert“ gesetzt, wobei die Landwirtschaft, Freizeitwirtschaft und nachhaltiger Tourismus Erwerbsmöglichkeiten bieten. Wirtschaft: Die Sicherung der Nahversorgung auf Gemeindebene steht im Vordergrund: Diese wird durch qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen ergänzt, wobei auch die Kooperation der Unternehmen forciert wird. Zusammenleben: Wir respektieren alle unsere MitbürgerInnen – jeder/jede ist eine Bereicherung für die Gemeinschaft. Die Verwaltung unserer Gemeinde erfolgt neutral, gerecht und zum Wohle der Allgemeinheit. Erholung und Wohlbefinden: Der Bildungs- und Kulturbedarf (heimische KünstlerInnen) der Bevölkerung wird durch div. Veranstaltungen erfüllt. Damit wird Geselligkeit, Gemeinschaft und Brauchtum gefördert. Jugend: Die Kindheit und Jugend wird in Ardagger positiv, womit ein nachhaltiges Heimatgefühl entwickelt wird, das die Bindung zur Gemeinde stärkt und eine Stütze für das weitere Leben darstellt.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Diese Ziele und Projekte werden generell unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) entwickelt: Durch einen offenen Dialog in der Gemeinde werden auch zukünftige Projekte offen und ehrlich mit allen Interessierten diskutiert. Daher passt das Wettbewerbsmotto „Neue Energie für ein starkes Miteinander“ in vielerlei Hinsicht: 4 Orte entwickeln sich eigenständig zu einer starken Marktgemeinde – auch in Hinblick auf zukunftsorientierte, neue Energieformen. Wir sind verantwortlich für das was wir tun, aber auch für das was wir nicht tun. Gehen wir also gemeinsam ins 21. Jahrhundert! Ardagger – wir haben Zukunft und noch genug Energie!

Projektzeitraum

2006 - 2010

Teilnahmejahr

2009

zurück zur Projektliste

Seite weiterempfehlen: