Kategorie

Ganzheitlichkeit

PLZ Ort

Beschreibung

Besonderheiten der Gemeinde: Landschaftlich zwischen zwei Waldgebieten eingebettet im hügeligen Weinviertel befindet sich die Gemeinde Großrußbach. Durch die Laaer Bundestraße (B 6) ist das Gemeindegebiet mit der Bezirkshauptstadt Korneuburg verbunden. Mit dem Bus kann man Korneuburg sowie Ernstbrunn erreichen. Sie befindet sich im weiteren Speckgürtel von Wien. Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden, wobei die Bevölkerung auf den Hauptort Großrußbach konzentriert ist. Das Gemeindegebiet ist ca. 33 km² groß und von landwirtschaftlichen Flächen geprägt. Die landschaftlich attraktive Lage und die lange kirchliche Tradition prägen die Werte der Gemeindebevölkerung. Der dörfliche Zusammenhalt hat hohen Stellenwert, ebenso die Integration von Zuzüglerinnen und Zuzüglern. Großrußbach ist eine stetig wachsende Gemeinde. Entwicklungsziele für die Gemeinde • Besonderes Augenmerk auf eine adäquate und zeitgemäße Siedlungsentwicklung hinsichtlich des prognostizierten Wachstums der Gemeinde • Überlegungen zur Leerstandsmobilisierung • Integration der ZuzüglerInnen • Erhalt bzw. Ausbau der Nahversorgung, verstärkter Ab-Hof-Verkauf • Verankerung als attraktiver Lebensort für die Jugend und junge Erwachsene • Projekt „grünes Großrußbach“ – klimaangepasste Bepflanzung in den Ortsgebieten, Bewusstseinsbildung, aktives und vorausschauendes Handeln • Projekt „blaues Großrußbach“ – Erhebung von Wasserflächen, die in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind oder baulich stark verändert wurden, geeignete Revitalisierungs- bzw. Wiederherstellungsmaßnahmen BürgerInnenbeteiligung in der Gemeinde Die zukünftigen Aufgaben gemeinsam mit der Bevölkerung angehen, Bewusstseinsbildung für eine eigenverantwortliche nachhaltige Entwicklung zu implementieren sowie Expertenwissen der Bewohnerinnen und Bewohner zu nutzen sind wichtige Prämissen in Großrußbach. Mitsprache und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger hat sich in Großrußbach seit 2002 zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und ist seitdem in der Gemeindepolitik verankert. Es fanden seit 2002 insgesamt 6 Dorferneuerungsprozesse und zwei Prozesse über das ganze Gemeindegebiet (ein Gemeindeentwicklungsprozess und ein Gemeinde21-Prozess) statt, und 2020 soll der nächste Dorferneuerungsprozess in Karnabrunn gestartet werden. Die Methoden in der Dorferneuerung und Gemeinde21 sind vielfältig, es wurde eine große Zahl an Bürgerbeteiligungsformaten angewendet (z. B. eintägige Gemeindeklausur, Interviews bzw. Befragungen, umfangreiche Ist-Analyse, Dorfabende etc.). Die langjährige Erfahrung mit der Bürgerbeteiligung hat bewährte Strukturen geschaffen, die immer noch umgesetzt werden z. B. regelmäßige Dorfvereinssitzungen in den Katastralgemeinden, Gespräche mit der Verwaltung und Politik etc. Diese Verbundenheit zur Gemeinde zeigt sich auch an der intensiven Projektbeteiligung und einer Vielzahl an ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden. Die Gemeinde ist Mitglied in der Kleinregion 10 vor Wien, Klima- und Energiemodellregion KEM 10, im Regionalverband Europaregion Weinviertel sowie im Tourismusverband Kreuzenstein. Weiters ist sie Mobilitätsgemeinde, Klimabündnisgemeinde und Gesunde Gemeinde. Ein Örtliches Entwicklungskonzept gibt es seit 2014. Das Motto des Europäischen Dorferneuerungspreises 2020 lautet „Lokale Antworten auf globale Herausforderungen“. Welche Maßnahmen setzt die Gemeinde zu diesem Thema? Das Motto der Gemeinde heißt „Gemeinsam mehr erreichen“ in diesem Sinne werden verschiedene Maßnahmen gesetzt: Kooperation • Nutzung von Synergieeffekten mit Partnerorganisationen (Kleinregion, KEM, Dorferneuerung), BürgerInnenbeteiligung • Vereine als zentrale Drehscheibe für den Zusammenhalt des dörflichen sozialen Lebens • Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus (Bücherbus, etc.) • Regionale Kreisläufe Spiritualität und Tradition • Impulse durch das Bildungshaus und den Pilgerweg (Weinviertler Jakobsweg), die weit über die Grenzen des Weinviertels bekannt sind; hochwertige Infrastruktur entlang des Weges, zahlreiche Spin-off Projekte, Pilgerführerausbildung Lebensqualität • Attraktive Freizeitgestaltung (Schlossbergplatz, Sportareal) • Naherholung • Ausbau der sportlichen und kulturellen Infrastruktur • Regionale Rad- und Wanderwege • Aufenthaltsorte für die Jugend in den Katastralgemeinden Wohnen • Wohnraum für alle Lebenslagen senkt die Abwanderung; Schaffung von betreubarem Wohnen mit integrierten Jugendwohnungen • Bewusstseinsbildende Maßnahmen für eine nachhaltige Bauweise und Siedlungsstruktur Mobilität • IST-mobil: bedarfs- und nachfrageorientiertes Mobilitätsangebot als Erweiterung zum bestehenden öffentlichen Verkehr • Jugendshuttlebus • Maßnahmenpakte zum Thema Radfahren

Teilnahmejahr

2019

zurück zur Projektliste

Seite weiterempfehlen: