Kategorie

Ganzheitlichkeit

Träger

Landschaftspark Schmidatal

PLZ Ort

3704 Kleinwetzdorf

Beschreibung

Die Kleinregion »Landschaftspark Schmidatal“ besteht aus den fünf Gemeinden Großweikersdorf, Heldenberg, Ravelsbach, Sitzendorf an der Schmida und Ziersdorf sowie dem Verein „Im Zeichen des Kreises<‘, die sich im Jahr 2000 zusammengeschlossen haben. Hollabrunn, Krems, Horn, TuIIn und Stockerau liegen jeweils 15—20 km entfernt, Wien und St. Pölten ca. 50 km. Verkehrstechnisch ist das Schmidatal durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bundesstraße B4 sowie insgesamt sechs Haltestellen der Franz-Josefs-Bahn außerordentlich gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Das Schmidatal liegt am Übergang vom Wein- zum Waldviertel und ist von Ackerbau und Weinbau geprägt. Das bedeutendste Gewässer ist die Schmida, die die Kleinregion von Norden nach Süden durchfließt. Entlang zahlreicher Zubringer existiert eine reizvolle und teilweise parkähnliche Landschaft. In den letzten fünf Jahren hat sich die Region durch die Vorbereitung auf die NO Landesausstellung sowie insbesondere auf deren Nachnutzung einer großen Herausforderung gestellt und den kommenden Wandel als Chance verstanden. Diese Einreichung soll einen prägnanten Überblick über die wichtigsten Projekte und Entwicklungen geben. Entwicklungsziele für das Schmidatal und seine Gemeinden (erarbeitet im Rahmen des W.l.N.-Prozesses) Siedlungsentwicklung Erhaltung der Ortskerne Ortsbild regionstypisch bewahren mit Förderanreizen für junge Bauwerber Sanfte Siedlungsentwicklung Land- und Forstwirtschaft Erhaltung der kleinräumigen Struktur Bodenschutzmaßnahmen Exportoffensive für landwirtschaftliche Produkte Wirtschaft Neue Betriebsansiedlungen Nahversorgung erhalten Regionsweite Kooperation der Gewerbebetriebe Schmidataler Jobbörse Einkaufsgemeinschaften der Wirtschaftstreibenden Verkehr Ausbau der B4 Verbindung zur Westautobahn Ausbau Bahnverbindungen nach CZ / Prag Ausbau öffentlicher Verkehr für Jugendliche an Tagesrandzeiten/Wochenenden Regionstaxi Soziale Infrastruktur Verbesserung Facharztversorgung und Seniorenbetreuung Erhalt Krankenhaus Hollabrunn Erhaltung der Vereinsstrukturen EU-lnteciration Forderung Sprachkompetenz für Kinder und Jugendliche Ausbau Kooperation im kulturellen Bereich Naturraum/Umwelt: Alternative Energien: Unabhängigkeit (Ziel 2020) wichtiger als Wirtschaftlichkeit Regionstypisches erhalten, Vielfalt der landwirtschaftlichen Kulturen erhalten Schmidarückbau, Rückhaltebecken, Feuchtbiotope Freizeit/Erholung/Tourismus Mehr Privatunterkünfte, Ausbau Gästebetten (Hotel mit Buskapazität) Ausbau sanfter Tourismus zu wichtigem Wirtschaftsfaktor der Region Schaffung neuer Naherholungsräume für die Bevölkerung entlang der Schmida und in den Ortsgebieten

Bürgerbeteiligung

Stärkung und Einbindung der Land- und Forstwirtschaft in regionale Kreisläufe seit 2001: Jährliche Schmidatal-weite Weinverkostung, seit 2004 unter der Dachmarke „HeIdenOS“.seit 2001: alle Maßnahmen des LEADER+Verbundes Weinviertel konzentrieren sich auf die Forderung des Themas „Wein+“ auf allen Ebenen.seit 2002: Schmidataler Körndlfest als Präsentations- und Verkaufs-Plattform für regionale Direktvermarkter und Winzerseit 2005: Einrichtung eines Direktvermarkter-Shops am Heldenberg als Dauereinrichtung. 2. Erhaltung und Aufbau standortgerechter Erwerbsmöglichkeiten Direkvermarkter-Shop am HeldenbergWirtschaftspark Schmidatal in Ziersdorf: in NO erstmalige gemeindeübergreifende Standortentwicklung Rückbau der Ortsdurchfahrt Ziersdorf: Verbesserung der Parkplatz-Situation für die Gewerbetreibenden Förderung zur Schaffung von Gästebetten: 2001 haben die Schmidatal­Gemeinden einheitliche Qualitätsrichtlinien zur Förderung von Neubau und/oder Adaptierung von Gästebetten verabschiedet. Erfolg: fünf neue Privatzimmer-Anbieter im bäuerlichen Bereich. 2001 bis 2004: Förderprojekt zur Sanierung von Kellergassen und Winzerhöfen für eine professioneller Präsentation der regionalen Produkte (Koststüberln, Kellergassen-Platzln, Offene Winzerhöfe, etc.) 3. Verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen, ökologisch verträgliche Ver- und Entsorgung sowie Nutzung erneuerbarer Rohstoff 2001: Gründung der Energieagentur Weinviertel im Sitz in Sitzendorf/Schmida, EU-Projekt gemeinsam mit Spanien, Portugal und Tschechien. Ziel: Beratung von Gemeinden zum Thema Energiesparen, Einführung von Energiebuchhaltung, Unterstützung bei Contracting etc. Neubau des Kindergarten Ziersdorf in Niedrigenenergie-Bauweise und mit Lehmbaustof 2005 erster Spatenstich im Wirtschaftspark Ziersdorf: rund um die Fa. Authried entwickeln Schmidataler Firmen ein Netzwerk zum Thema „Ökologisch bauen“ u.a. mit Schwerpunkt Lehm. Infos unter: www.ziersdorf.at/WIP/ In Planung: Wärmekraftwerk für Wirtschaftspark Schmidatal und nach Möglichkeit auch für anliegende Gebäude im Gemeindegebiet 4. Symbiose von schützenswerter alter und qualitätsvoller zeitgemäßer Bausubstanz sowie ressourcensparende, ortstypische Siedlungsentwicklung 2001 bis 2004: Förderprojekt zur Sanierung von Kellergassen und Winzerhöfen unter Berücksichtigung der besonderen architektonischen Eigenschaften der Objekte und ihrer Umgebung Renovierung und Revitalisierung des Brandlhofes in Radlbrunn. Infos unter www.volkskulturnoe.at Renovierung und Revitalisierung des „Fröhlich-Areals“, auch bekannt unter „Jungendstilsaal“ in Ziersdorf. Seit 2005 erfolgreich in Betrieb als „Konzerthaus Weinviertel“. Infos unter: www.konzerthaus-weinviertel.aRenovierung und Revitalisierung des Pfarrhofes in Ravelsbach zum „Kleinkunstzentrum Ravelsbach“: behutsame Renovierung des „Kulturkellers“, neue Überdachung des Pfarr-Innenhofes, Wiederherstellung von Teilen der barocken Gartenanlage, Eröffnung am 24.9.2005 Renovierung und Revitalisierung des Dachbodens in der „Alten Volksschule“ in Großweikersdorf. Regelmäßigen Veranstaltungen, u.a. von der Ignaz-Pleyel-GesellschaftUmgestaltung Hauptplatz Großweikersdorf mit Ziel Erhöhung Verkehrssicherheit, Schaffung von mehr Parkplätzen, Rastplätzen und schließlich bessere Einbindung des Kirchenvorplatzes. Umgestaltung Historischer Hauptplatz Sitzendorf: besonders gelungenes Beispiel, wie mit verhältnismäßig wenig Aufwand ein großer Effekt erzielt werden kann: bessere Verkehrssituation für Fußgänger, übersichtliche Parkraumgestaltung und – besonders wichtig – neues Beleuchtungskonzept für den Hauptplatz für Fußgänger und für die historische Bausubstanz Renovierung und Revitalisierung der ehemaligen Meierei von Schloss Wetzdorf zur Ausstellungshalle bzw. später Veranstaltungs- und Reithalle. Neubau einer unterirdischen Ausstellungshalle hinter dem Ensemble der Radetzky-Gedenkstätte Heldenberg. Idealfall eines funktionell notwendigen und optisch sich ins Gelände einfügenden Gebäudes, das die Moderne nicht verleugnet und das Bestehende respektiert. 5. Entwicklung und Erhaltung der Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der ökologischen Zusammenhänge Biotop Pranhartsberg: Schutz und Erhaltung durch eine Bürgerinitiative unter der Leitung von Theo Fahn, mit Führungen und jährlichem Wandertag Rückhaltebecken Roseldorf: Initiative der Gemeinde Sitzendorf, 11 ha-großes natürlich angelegtes Retentionsbecken unter Berücksichtigung der lokalen Fauna und Flora lnfos unter: www.sitzendorf.at Im weitesten Sinne: Radwegebau unter Einbindung der kulturellen und natürlichen Sehenswürdigkeiten Wanderweg „Radetzkymarsch“ als Weitwanderweg, der die bestehenden Themenwanderwege miteinander verbindet, z.b. Wetzdorfer Weinwanderweg, Ziersdorfer Köhlbergweg, Frauendorfer Weinbergtour u.a.m. lnfos unter: www.schmidatal.at

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Stärkung der Identität und des Selbstbewusstseins der Bewohnerlnnen insbesondere durch Kulturinitiativen und Weiterbildung Schmidataler Körndlfest leistet aufgrund seiner Organisationsstruktur und seiner überregionalen Werbewirksamkeit eine wichtigen Beitrag zur Stärkung der „inneren Identität<‘ (innerhalb der Großgemeinden) und zur „äußeren Identität<‘ („Wir Schmidataler“). Selbiges gilt für die Initiativen „Schmidataler Laufcup‘< und „Schmidataler Ferienspiele“, wenn auch auf die jeweiligen Zielgruppen begrenzt. ART Schmidatal: Initiative aus der Region, getragen von Fritz Damköhler. Ziel: Spartenübergreifende Zusammenarbeit und Werbung. lnfos unter www.art­schmidatal.at Theaterwerkstatt in Großweikersdorf 7. Wiederbelebung traditioneller und Schaffung zeitgemäßer soziokultureller sozialer Qualitäten Schmidataler Körndlfest: Besinnung auf die jahrtausende-alte bäuerliche Tradition mit altem Handwerk und alten Erntechniken Brandlhof Radlbrunn: Schwerpunkt altes Handwerk mit Schauräumen und Kursen, lnfos unter www.volkskulturnoe.at 8. Förderung der Teilhabe aller Generationen, Geschlechter, Nationalitäten sowie von Menschen mit beson­deren Bedürfnissen am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben Bei der Leitbilderstellung im Rahmen der Aktion Dorferneuerung werden alle Einwohner eingeladen am Erneuerungsprozess des Ortes teilzunehmen. Auch an der Entwicklung von konkreten Projekten, z. B. multifunktionale Dorfhäuser für Jugendliche, Senioren u.a., sind die Bürger miteingebunden. In verschiedenen öffentlichen Gebäuden finden Kurse und Veranstaltungen (z. B in der “Alten Volksschule“ in Großweikersdorf finden regelmäßig Theater- & Ballettkurse) für Interessierte statt. Die hohe Anzahl an Vereinen (174) in der Region bietet ein vielfältiges Angebot für alle Generationen, Geschlechter und Interessen.Gesamtkonzept 1996 bis 1999: Kleinregionales Entwicklungskonzept (Dl Kordina, Krems) 1999 bis 2001:ursprüngliches Konzept zur NÖ Landesausstellung 2005 (Prof. Bäumer, Wien) 2000: Gründung “Landschaftspark Schmidatal“ mit klarem Auftrag “Tourismus- und Regionalentwicklung“ 2001: Gesamtkonzept Regionalentwicklungsprojekte “2005+“, schrittweise Umsetzung bis 2005 abgeschlossen 2004: W.l.N.-Prozess 2005: Mitarbeit an Szenano-Workshop “Weinviertel 2013“ 2006: LPS-Strategie-Workshop mit Entscheidungsträgern, Opinion-Leadem und interessierten Bürgerlnnen Angaben über Methoden und Strategien des Entwicklungsprozesses Bei allen oben angeführten Projekten wurde die Bevölkerung undloder für die Projektumsetzung wesentlichen Beteiligten eingebunden. Auf Ebene Dorferneuerung ebenso (Dorl‘zentren, Hauptplatzgestaltungen, Kleinkunstzentrum Ravelsbach, Theaterwerkstatt Großweikersdorf, etc.) wie auf betrieblicher Ebene (Direktvermarkter-Shop, RadwegelWanderwege, Tourismusinitiativen, etc.) Die Kommunikation mit allen Beteiligten (Gemeinden, Vereine, Betriebe) wurde - soweit möglich - auf e-mail umgestellt (Ausnahme: Formvorschriften, etc.) Informationen, Formulare etc. werden bei Bedarf auf www.schmidatal.at online zur Verfügung gestellt (eingeschränkter Zugriff, nicht öffentlich sichtbar). Innerhalb der Initiativen (z.b. Winzer) gibt es auch SMS-Rundrufe für rasche Einberufung von Sitzungen. Mitgliedschaften und intensive Kooperation unter anderem mit: LEADER+ Verbund Weinviertel (Kooperation mit den umliegenden 4 Kleinregionen) bis 2007 weiter bis 2013 Weinviertel Management (Weinviertel-Oasen) Dorf- und Stadterneuerung (Projektentwicklung), Weinstraße Weinviertel (Angebotsentwicklung, Projektentwicklung, Werbung) Destination Weinviertel (Angebotsentwicklung, Werbung), NÖ Werbung, Ö Werbung (Werbung) Die Kommunikation mit allen Beteiligten (Gemeinden, Vereine, Betriebe) wurde - soweit möglich - auf e-mail umgestellt (Ausnahme: Formvorschriften, etc.) Informationen, Formulare etc. werden bei Bedarf auf www.schmidatal.at online zur Verfügung gestellt (eingeschränkter Zugriff, nicht öffentlich sichtbar). Innerhalb der Initiativen (z.b. Winzer) gibt es auch SMS-Rundrufe für rasche Einberufung von Sitzungen. Auf Basis des Kleinregionalen Entwicklungskonzeptes 1996-1999 wurden die dort erarbeiteten Vorschläge bis zur Realisierungsreife geführt. Das dafür nötige “Instrument“ wurde in der Gründung eines gemeinsamen Tourismus- und Regionalentwicklungsvereines mit hauptberuflichen Mitarbeitern gesehen. Seit Gründung des “Landschaftspark Schmidatal“ im Jänner 2000 sind die Mitglieder mit dem klaren Ziel angetreten, die kommenden Jahre bis zur NO Landesausstellung für einen deutlichen Entwicklungsschub zu nutzen. Der Wille zur Kooperation wurde auf Gemeinde-Ebene gelegt, eine wichtige Herausforderung war es, die gemeinsame Identität “Schmidatal“ mit Leben zu füllen und sie so auch in der Bevölkerung wachsen zu lassen. Als Drittes sei angeführt, dass in den letzten fünf Jahren in jeder Mitgliedsgemeinde unterschiedliche, für die jeweilige Gemeinde typische und wichtige Projektschwerpunkte realisiert wurden. So konnten die Gemeinden ihre eigenständige Identität innerhalb des Schmidatal-Verbundes weiter schärfen und mit konkreten Projekten beleben.

Projektzeitraum

2003 - 2010

Teilnahmejahr

2005

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