Kategorie

Neue Dorf- und Stadtökonomie

Träger

Aktionskreis Würnitz (Marktgemeinde Harmannsdorf)

PLZ Ort

2112 Würnitz

Beschreibung

Da der einzige Nahversorger im Ort zu Beginn dieses Jahres erwogen hatte, sein Geschäft aus Rentabilitätsgründen zu schließen, entwickelte der Aktionskreis Würnitz und ein Proponententeam ein Maßnahmenpaket, um diesem Trend entgegenzuwirken. Unter dem Titel „Initiative Pro Greißler Würnitz-Lerchenau“ wurde ein Logo gestaltet, Papiertaschen damit beklebt, welche an einem Samstag gefüllt mit Semmeln und Äpfeln mitsamt einem Infoblatt an jeden Haushalt verteilt wurde. Auch Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Aktion, wodurch der erste wichtige Schritt zur Thematisierung des Einkaufs im eigenen Ort geglückt war. Danach folgte eine Flugblattaktion mit Argumenten für den Einkauf im eigenen Ort, begleitet von Öffentlichkeitsarbeit in den regionalen Medien. Plakatständer mit Porträtaufnahmen von Käufern und Käuferinnen und Statements zum Einkaufen im Ort wurden aufgestellt. Als vorläufig letzter Schritt wird demnächst ein Schreiben des Greißlers mit seiner Angebotspalette folgen.

Bürgerbeteiligung

Konzeption und Durchführung des Maßnahmenpakets ging mit dem Aktionskreis Würnitz von einem aktiven BürgerInnenforum aus, das mit großem Interesse und Engagement für die positive Weiterentwicklung des Ortes und den Erhalt der Lebensqualität tätig ist. Die Entwicklung des Logos erfolgte unentgeltlich von einem in Würnitz ansässigen Grafiker, der damit die Aktion unterstützte. Bei den Verteilungsaktionen waren insbesondere auch Kinder und Jugendliche mit eingebunden, denen damit ein verstärktes Bewusstsein für den Wert der Nahversorgung nahegebracht wird.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Durch die Aktion ist es gelungen, eine positive Stimmung für den Einkauf im Ort zu erzeugen. Die Möglichkeit, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs auf kurzem Weg im eigenen Ort kaufen zu können, ist ein wesentlicher Faktor für die gute Lebens- und Wohnqualität in Würnitz. Insbesondere ältere oder auch wenig mobile Menschen, Kinder und Jugendliche profitieren davon. Die Möglichkeit, im eigenen Ort einkaufen zu können, liefert aber auch für alle OrtsbewohnerInnen Anreize, den Einkauf zu Fuß oder per Rad zu erledigen, damit etwas für die eigene Fitness und Gesundheitsvorsorge zu tun und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu leisten. Auch die Möglichkeit zur Kommunikation ist von großer Bedeutung. Die Wertschöpfung bleibt im Ort, regionale Kreisläufe werden gefördert.

Projektzeitraum

2013 - 2013

Teilnahmejahr

2013

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