Kategorie

Neue Dorf- und Stadtökonomie

Träger

Fossilienwelt GmbH, Gemeinde und Dorferneuerungsverein Stetten, Kleinregion 10 vor Wien

PLZ Ort

2100 Stetten

Beschreibung

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind die Fossilienvorkommen des Korneuburger Beckens bekannt. Beim Abbau von Sand und Ziegelton konnten immer wieder interessante Reste des Lebens aus einer Zeit 16,5 Millionen Jahre vor heute geborgen werden. Erst 1975 begann eine Gruppe von Sammlern mit detaillierten Fundortaufnahmen. Daraus entstand das Projekt „Teiritzberg“ in dem der Korneuburger Verein „Freunde der Mineralien und Fossilien“ eine umfangreiche Dokumentationstätigkeit entwickelte. Im Rahmen der Dorfgespräche im Jahr 2003 wurde das Thema Fossilien erneut aufgegriffen. Zunächst noch als Lehrpfad mit Schautafeln angedacht, wurde nach den äußerst erfolgreichen Probegrabungen mit Unterstützung des Naturhistorischen Museums im Sommer 2005, wo eine riesige Fläche mit fossilen Austernfunden freigelegt wurde, mutig das Projekt einer Erlebniswelt gestartet. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgesteckt und eine gemeinnützige Gesellschaft aus den 10 Gemeinden der Kleinregion „10 vor Wien“ gegründet. Nach Sicherung der Finanzierung erfolgte der Spatenstich für die Fossilienwelt im Jahr 2007 durch LH Dr. Erwin Pröll. Seit Juni 2009 begeistert nun das einzigartige Naturmuseum die zahlreichen BesucherInnen mit einer Austernhalle und entsprechender medialer Inszenierung, einer großen Aussichtsschnecke als 100-fache Vergrößerung mit Ausblick in den Donauraum, einem Informationsbereich, Shop und Cafeteria. Ein Abenteuerspielplatz und ein Schürffeld, wo Perlen oder sogar Haifischzähne zu finden sind ergänzen das Angebot und bieten für Jung und Alt Abwechslungsreiches und Spannendes.

Bürgerbeteiligung

Der Dorferneuerungsverein Stetten hat das Thema Fossilien in seinem Leitbild als vorrangig eingestuft. Bei den Ausgrabungen zur Freilegung der Austernbank haben Dorferneuerungsmitglieder sowie viele andere freiwillige HelferInnen (ca. 200 BürgerInnen der Gemeinde/Region aber auch überregionale Helfer) unentgeltlich mitgewirkt. In der Forschungs-, Konzeptions- und Errichtungsphase war immer wieder die örtliche Bevölkerung, insbesondere über den Mineralien- und Fossilienverein, die Kleinregion 10 vor Wien und besonders die Dorferneuerung Stetten eingebunden.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

24 Arbeitsplätze wurden mit der Errichtung der Fossilienwelt direkt in Stetten geschaffen. Auswirkungen hat die Fossilienwelt auf alle Betriebe der Gemeinde sowie der Region, da Firmen in NÖ und Wien, zum Teil auch aus der Kleinregion selbst, bei der Realisierung der Fossilienwelt mitgewirkt haben. Die erwarteten Einnahmen unmittelbar in der Fossilienwelt sind mit rund 450.000,- € pro Jahr veranschlagt. Es kann auch angenommen werden, dass der Gast außerhalb der Hauptattraktion Umsätze verursacht. Geht man von 8 € pro Gast aus, so ist bereits jetzt ein Zusatzumsatz von ca. 240.000,- € in der Region entstanden, denn demnächst wird der 30.000 Besucher in der Fossilienwelt seit der Eröffnung im Juni 2009 begrüßt! Ein großer Effekt in Richtung Identitätssteigerung der Region wurde erzielt und ein weiteres wichtiges Ausflugsziel geschaffen.

Projektzeitraum

2005 - 2009

Teilnahmejahr

2009

zurück zur Projektliste

Seite weiterempfehlen: