Kategorie

Siedeln, Bauen, Wohnen, Ortskernbelegung, Innenentwicklung

Träger

Dorferneuerungsverein Grübern

PLZ Ort

3712 Grübern

Beschreibung

Nach einer intensiven Vorplanungsphase wurde 2011 mit den Bauarbeiten begonnen. Der Neubau wurde notwendig, da die spätbarocke Ortskapelle aus dem Jahre 1764 wegen Baufälligkeit unbenutzbar wurde. Als sich 2006 der Turm gefährlich neigte, musste dieser aus Sicherheitsgründen abgetragen werden. Ende 2012 stand bereits der Rohbau und der Estrich war eingebracht. Eine regionale Künstlerin steuerte die modernen Entwürfe für die sieben Fenster als Symbol für die sieben Gaben sowie die Innengestaltung bei. Im Altarraum wurden zwei Amethystdrusen aufgestellt, unter dem Glasaltar wurde ein Bergkristall platziert. Kunstvoll in den Boden verlegte Maissauer Amethyste führen vom Eingang hin zum Altar. Mit dem einzigartigen Bänderamethystvorkommen in Maissau wurde der Edelstein zum Namensgeber der neuen Kapelle. Der Amethyst ist in der römisch-katholischen Kirche seit jeher ein Edelstein von besonderer Bedeutung. Die Kombination von traditionellem Baustil mit moderner Architektur wurde in diesem Objekt kunstvoll vereint. Ein besonderes Highlight ist der freistehende Glockenturm am neuen Dorfplatz. Dieser Freiraum wurde mit Beratung der NÖ Baudirektion und aller DorfbewohnerInnen geplant. Mit der Amethystkapelle ist das violette Erscheinungsbild der Stadtgemeinde mit dem Motto „Maissau wird violett“ nun auch in Grübern erkennbar, das Thema konnte dadurch besonders zum Ausdruck gebracht werden. Ein Amethystkapellen - Wanderweg sowie ein Folder über die Kapelle ist in Ausarbeitung und sollen das Angebot für Gäste und Besucher abrunden.

Bürgerbeteiligung

Viele Möglichkeiten der Gestaltung der neuen Kapelle veranlasste die BewohnerInnen von Grübern, an den zahlreichen Diskussionsabenden und Besprechungsterminen teilzunehmen. Mehrere Jahre vergingen, ehe der erste Stein für die neue Kapelle gelegt werden konnte. Einheimische und Fremde halfen gleichermaßen am Projekt mit, insgesamt haben über 25 Personen mehr als 1.800 freiwillige Stunden für den Bau der Kapelle sowie dem Dorfplatz aufgebracht. Alle Arbeiten, welche nicht von Professionisten übernommen werden mussten, wurden in Eigenregie ausgeführt.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Jahrelang war das christliche Symbol des Ortes aufgrund der Einsturzgefahr behördlich gesperrt, die Abtragung des Glockenturms und die jahrelange provisorische Abdeckung mit einer Plane waren für die Bewohner nicht länger tragbar. Auch stellt die Kapelle eine Engstelle der stark befahrenen B35 dar, was schon des Öfteren gefährliche Situationen hervorgerufen hat. Die direkt neben der Kapelle befindliche Bushaltestelle verschärfte diese Konstellation. Durch den Neubau weiter von der Straße entfernt wurde diese Engstelle aufgelöst, und mit der Gestaltung des neuen Dorfplatzes neben der Kapelle konnte ein Kommunikations- und Aufenthaltsraum geschaffen werden. Sitzgelegenheiten runden das neue und verkehrssichere attraktive Zentrum des Ortes ab.

Projektzeitraum

2011 - 2013

Teilnahmejahr

2013

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