Kategorie

Ganzheitlichkeit

Träger

Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal

PLZ Ort

2464 Göttlesbrunn-Arbesthal

Beschreibung

Die Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal liegt zwischen der Bundeshauptstadt Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava inmitten der Region Römerland Carnuntum am Fuße des Arbesthaler Hügellandes. Weinbau spielt seit jeher eine prägende Rolle. Klima, Böden, Landnutzung und Tourismus prägen beide Orte als „bekannte“ Weinbaugemeinde. Auf den Südhängen des Arbesthaler Hügellandes gedeihen die Weingärten von Arbesthal, Göttlesbrunn und Höflein, sie bilden mit 600 ha in zusammenhängender Flur das Zentrum des Weinbaugebietes Carnuntum. Mit ca. 30 Vollerwerbsweingütern auf höchstem Qualitätsniveau stellt die Gemeinde die dominante Stellung in Carnuntum dar. Bereits sehr zeitig hat sich die Direktvermarktung durchgesetzt, dies führte von Anfang an zu ausgeprägtem Streben nach Qualität und zu intensiver Kundenbetreuung. Dadurch ist es möglich geworden, sich im Zuge des Abhofverkaufs von den angebotenen Qualitäten zu überzeugen oder sich beim Heurigen bei hoher Glaskultur von den Spezialitäten der angebotenen Weine und Speisen verwöhnen zu lassen. Als weitere Folge der Qualitätsweinproduktion mit dem entsprechenden Weintourismus hat sich eine Gastronomie auf sehr hohem Niveau entwickelt (ein Dorfgasthaus und zwei Restaurants auf ein- und zwei-Haubenniveau).

Bürgerbeteiligung

Das Motto „offen sein“ zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Prozess. Stakeholder waren von Anfang an „offen“, sich auf einen neuen Schwung einlassen zu wollen. Nicht die Not einer Thematik, einer Situation war dafür ausschlaggebend, sondern Weitblick. Sich ohne gravierenden, realpolitischen und strukturellen Mangel weiter entwickeln und „verbessern“ zu wollen, zeigt von einem hohen Maß an Selbstreflexion, Qualitätsbewusstsein, Standard. Der Entwicklungsprozess war „offen“ für Schritte und Methodeneinsätze, die besonders gut auf lokale Bedürfnisse abgestimmt waren und sind. Neue Themen und Herangehensweisen wurden „(welt)offen“ diskutiert und zugelassen. Das ProponentInnenteam war stets „offen“ für neue AktivbürgerInnen. Weinbauern, die ihr Handwerk bestens verstehen, waren „offen“ für Themen und Ideen, sodass Neues gemeinsam entstehen konnte. Man war „offen“, für innovative Synergien und mutige Schritte, dabei konsequent „am Boden der Realität“. Projekte wurden derart entwickelt, dass Adaptionen und Ergänzungen möglich waren. Man war „offen“, weil flexibel und anpassungsfähig bei so manchen Maßnahmen. Als touristisch orientierte Gemeinde ist die Bevölkerung besonders „offen“ für Gäste, Fremde, für Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Das „offen sein“ bezieht sich aber auch auf Grundwerte die vordergründig als konservativ bewertet werden könnten – Offen sein für Machbarkeiten, für Bodenständigkeit, für Finanzierbarkeiten, für Vernunft und Hausverstand – das sind gelebte Werte, die diese Gemeinde besonders ausmachen und prägen. Offen sein für gutes Wirtschaften setzte kein besonderes Budget voraus, sondern umsichtiges Investieren und Managen. Es ist die günstige Mischung aus Lage im Raum, Gemeindegröße- und -struktur, aus regionaler Vernetzung und lokalem Engagement, die sowohl die Gemeinde als auch ihre Betriebe und Vereine, das gesamte Dorfleben zu hohen Qualitätsstandards verhelfen.

Teilnahmejahr

2015

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