Kategorie

Bildung, Freizeit & Kultur

Träger

Dorferneuerung in Artstetten

PLZ Ort

3661 Artstetten

Beschreibung

Das Jahr 1914 hatte in Artstetten eine ganz besondere Bedeutung, denn die „Toten von Artstetten“ waren schon im Jahr 1915 in Zeitungsberichten ein Synonym für die weltpolitische Wende und die herauf dämmernden Katastrophen. Der Dorferneuerungsverein Artstetten hat sich zum Ziel gesetzt, die Ereignisse von 1914 aus Sicht der damaligen örtlichen Bevölkerung darzustellen. Grundlage des Projekts waren die Erinnerungen von Wilhelm Groß, Oberlehrer an der Volksschule Artstetten von 1912 bis 1931. Eine Ausstellung, eine Broschüre, eine Vortragsveranstaltung „100 Jahre – vergessen, vorüber, vorbei?“ , eine Installation am Prangerplatz, der periodische Versand von „aktuellen Emails“ mit Briefen des Oberlehrers sowie eine Homepage waren Teil der Inszenierung des Erinnerungsjahrs.

Bürgerbeteiligung

Eine achtköpfige Kerngruppe von unter 30 bis 65jährigen plante das Projekt, bei der Umsetzung halfen zahlreiche Vereinsmitglieder. Die Volksschule war ebenfalls eingebunden. Die 100tägige Ausstellung wurde durch 20 Ehrenamtliche begleitet. Insgesamt waren rund 100 Personen aktiv in das Projekt eingebunden, über 1.000 BesucherInnen konnten erreicht werden.

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Ausstellung und Installation am Prangerplatz waren Begegnungsorte, die auch zur Auseinandersetzung mit nicht alltäglichen Themen angeregt haben. Es wurden der Weg in den Krieg und seine Auswirkungen in Artstetten nachgeforscht und dokumentiert. Es kam zum Gedanken- und Wissensaustausch unter Einheimischen und Gästen. Die Auseinandersetzung mit der nahen Vergangenheit trug zur Identitätsstiftung im Ort bei.

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