05. Dezember 2017

„Bei einer umfassenden Verkehrsplanung geht es auch darum, Kompromisse zu finden. Denn man muss verschiedene Interessen unter einen Hut bringen“, beschreibt Klaus Grulich (schneider consult Ziviltechniker GmbH) den produktiv verlaufenden Erstellungs-Prozess für das Loosdorfer Verkehrskonzept.

bei der Diskussion über die B1 (v.l.n.r.: Stefan Jansky, Michael Schmidt von der NÖ Straßenbauabteilung und Anton Hollmüller) © NÖ.Regional.GmbH/Haselsteiner

Es geht darum, eine möglichst optimale Lösung für alle zu finden: Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, Geschäftstreibende und Erholungsuchende. Die verkehrstechnische Lösung sowie die Gestaltung von Straßen und Plätze spielen dabei ebenso Hand in Hand. Beim vergangenen Workshop wurden bisherige Planungen für ausgewählte Bereiche zur Diskussion gestellt und von den Anwesenden bewertet: Was ist gut und wo sind noch Verbesserungen erwünscht?
Auch die Bundestraße B1 wurde besprochen. Da diese im Verantwortungsbereich des Landes Niederösterreich ist, war auch Michael Schmidt von der NÖ Straßenbauabteilung anwesend. Er erläuterte bisherige Überlegungen zur B1, beantworte Fragen der Anwesenden, erklärte technische Hintergründe und hörte sich auch die Anregungen der Bevölkerung an. 

Konkret wurde zum Beispiel auch über die teilweise sehr breiten Straßenquerschnitte entlang der B1 geredet. Eine Verschmälerung der Fahrbahn hätte mehre positive Effekte: Einerseits fördern schmälere Straßen auch eine Tempo-Reduktion und tragen so zur Verkehrssicherheit bei, andererseits werden dadurch Flächen frei, die man anders nutzen kann – beispielweise für die Verbreiterung von Gehsteigen, die Errichtung von Fahrradwegen oder die Herstellung von Grünflächen.

Zusammenfasend kann man sagen, dass die Abstimmung zwischen der Bevölkerung, der Gemeinde, und technischen Experten des Landes sowie des beauftragten Ziviltechnikerbüros sehr produktiv und lösungsorientiert verläuft. „Wir sind heute wieder einen guten Schritt weiter gekommen“, freuen sich BGM Josef Jahrmann und Vzbgm. Thomas Vasku am Ende der 3-stündigen Arbeitssitzung.

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen von Bürgerbeteiligungsprozessen werden Projekte entwickelt und umgesetzt, die in einem vorangegangenen Leitbildprozess enthalten sind.
Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.