13. September 2019

Das bestehende FF-Haus war nicht barrierefrei, es war zu wenig Platz, und die Infrastruktur nicht ausreichend. Aus diesen Gründen, und weil ein für merhrere Vereine nutzbares Gebäude benötigt wurde, wurde der Umbau zum wichtigsten Projekt im aktuellen Dorferneuerungsprozess in Messern erklärt. Nach unter anderem 11.500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden (!) ist das Gebäude nun ein echtes Vorzeigeprojekt: inklusive Coworking-Spaces, energieeffizienter Heizung, und für verschiedene Veranstaltungen passender technischer Ausstattung. Die Prozessbegleitung erfolgte durch Maria Theresia Schindler von der NÖ.Regional.GmbH.

Die Ehrengäste der Eröffnungsfeier blicken strahlend in die Kamera.
Die Ehrengäste bei der Eröffnung des neuen FF-Gemeinschaftshauses in Messern. (c) NÖ.Regional.GmbH

Am 1. September 2019 wurde das neue FF-Gemeinschaftshaus in Messern feierlich eröffnet. Als Ehrengäste konnten der 2. Präsident des NÖ Landtages, Gerhard Karner, die Obfrau des Vereines der NÖ Dorf- und Stadterneuerung, ÖKR Maria Forstner, Bezirkshauptmannstellverterterin Daniela Obleser, sowie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Christian Angerer begrüßt werden.

Die Ausgangssituation war eher bescheiden: das bestehende FF-Haus war ein verwinkeltes, nicht barrierefreies Gebäude, dessen Räumlichkeiten nicht sehr groß und noch dazu nur über eine schmale Stiegen erreichbar waren, in dem es zu wenige WC-Anlagen gab, keine Büroräumlichkeiten und Infrastruktur vorhanden waren - weder für die Freiwillige Feuerwehr noch für lokale Vereine, Organisationen bzw. auswertige Nutzer. Daher wurde die Neugestaltung des FF-Gemeinschaftshauses zum wichtigsten Projekt des Leitbildberichtes des laufenden Dorferneuerungsprozesses erklärt.

Um eine gute Planung sicher zu stellen machte sich die Bevölkerung auf zu einer Exkursion und besichtigte 3 gelungene FF-Gemeinschaftshäuser im Waldviertel. Im Anschluss wurde ein Nutzungskonzept mit allen Vereinen und Organisationen erarbeitet und dieses dann dem Architekten Rudolf Schwingenschlögel weitergereicht. Das Ergebnis konnten am Sonntag alle Eröffnungsgäste bewundern. Es gibt nun einen barrierefreien Eingangsbereich, barrierefreie WC-Anlagen sowohl im ersten Stock als auch im Erdgeschoss (öffentlich zugänglich), sowie einen barrierefreien Zugang zu den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten in denen diverse Veranstaltungen stattfinden können, die aber auch einfach als Ort des kommunikativen Austausches und Treffpunkt genutzt werden können. Im Dachbereich wurde ein Coworking-Splace mit mindestens zwei Schreibtischen, Drucker, Internet und Kästen/Regalen für alle Vereine, aber auch für externe Nutzer geschaffen. Eine Teeküche mit Ausschank im großen Gemeinschaftssaal wurde eingerichtet und die nötige technische Infrastruktur für Vorträge, Workshops oder auch ein gemeinsames Schauen von Filmen oder Sportevents wurde geschaffen. Das FF-Gemeinschaftshaus wurde somit zur Kommunikationsdrehscheibe für alle Generationen und Bevölkerungsschichten.

Nachhaltigeit und Klimafreundlichkeit wurden im Zuge des Umbaus ebenfalls berücksichtigt. Das Gebäude wird mit erneuerbarer Energie beheizt und zukünftig soll auch eine Photovoltaikanlage angebracht werden, um darüber hinaus die Möglichkeit zu schaffen, hier E-Fahrzeuge aufzuladen.

Nicht nur das Projekt an sich - auch die großartige Zusammenarbeit der Bevölkerung muss hier deutlich lobend hervorgehoben werden: mit 11.500 geleisteten ehrenamtlichen Stunden wurde es von der Bevölkerung tatkräftig umgesetzt. Hut ab!

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.