21. Juni 2019

Am 17. Juni 2019 lud die NÖ.Regional.GmbH die Obleute der Dorferneuerungsvereine im Weinviertel zu einem neuerlichen Vernetzungstreffen ein. Im Fokus standen die Themen Ortskernbelebung und Innenentwicklung.

TeilnehmerInnen des Vernetzungstreffens bei einem Ortsrundgang.
TeilnehmerInnen des Vernetzungstreffens bei einem Ortsrundgang. © NÖ.Regional.GmbH

Gastgebergemeinde war der Ort Eichenbrunn in der Gemeinde Gnadendorf, Bezirk Mistelbach. Das typische Straßendorf am Fuße des Buschberges mit weniger als 300 Einwohnern ist eine recht aktive, lebenswerte Gemeinde mit vielen freiwilligen Helfern und Vereinen, die sehr aktiv sind.

25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zu Beginn vom Obmann des Verschönerungsvereins Eichenbrunn – Michael Staribacher - zu einer Ortsbegehung eingeladen. Neben der „Schwemme“, wo jährlich das Sautrogrennen stattfindet, wurde auch über die geschichtliche Entwicklung des Ortes, erzählt und sich ausgetauscht. Nach dem Kennenlernen der neu sanierten Kellergasse gings in die private Kellergasse von Familie Böck, wo zum Fachthema Ortskernbelebung und Innenentwicklung Referenten eingeladen wurden. Der Bürgermeister und Beiratsmitglied in der Gemeinschaft der Städte und Dörfer – Manfred Schulz begrüßte gemeinsam mit der Obfrau des Vereins – Maria Forstner – die 25 Anwesenden. Michael Staribacher berichtete über das Projekt Hausbesetzung, das auch beim Projektwettbewerb 2017, Kategorie Soziales gewonnen hatte sowie die „Charta Eichenbrunn“. Matthias Hartmann – Bürgermeister von Unterstinkenbrunn und Manager in der Kleinregion Land um Laa erzählte seine Alltagsarbeit zum Projekt „Wohnen im Land um Laa“. Emil Buchberger berichtete über die Instrumente des Landes NÖ, der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, und Ilse Höfenstock rundete die Vorträge mit einem Bericht zu den Erfahrungen aus den Pilotorten der Flächenmanagementdatenbank ab. Zum Abschluss wurden die TeilnehmerInnen noch von Veronika Wipp über die Aktion Dorferneuerung, Stolz auf Unser Dorf sowie Ideen/Projektwettbewerb informiert.

Die Teilnehmer waren bunt gemischt – von erfahrenen Dorferneuerungsobleuten bis zu ganz frischen, die erstmals Erfahrung sammelten. Drei Gemeinden interessierten sich für eine Aufnahme in die Aktion im nächsten Jahr und konnten sich gleich Tipps über den (Wieder-) Einstieg holen. Beim gemütlichen Ausklang wurde noch spät in die Nacht über die Vorträge, über die Erfahrungen in der Dorferneuerung ausgetauscht. Der Wunsch nach weiteren Treffen besteht, auch die Ortsbegehungen finden Anklang und sollen wieder stattfinden!

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.