02. April 2021

Von November 2020 bis Jänner 2021 konnten Haagerinnen und Haager online oder analog an einem achtseitigen Fragebogen teilnehmen. Dabei wurden die Meinungen und Wünsche zu den Themen „Wohlbefinden“, „Einkaufsmöglichkeiten“, „Mobilität“, „Wohnen“, „Arbeiten“ und „Information“ abgefragt. Diese Ergebnisse wurden im Zuge der konstituierenden Sitzung des Stadterneuerungsbeirats, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Verwaltung und der Bevölkerung zusammensetzt, erstmals präsentiert.

„Ganze 687 Umfragebögen wurden retourniert – so Bürgermeister Lukas Michlmayr – ein hervorragender Wert für die 5.600 Einwohnerinnen-Stadt und gelungener Start für den Prozess“. 22 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 41 und 50 Jahre und 21 Prozent waren zwischen 19 und 30 Jahre alt. Zwei Drittel der Befragten sind gebürtige Haagerinnen und Haager.

Mit Haag verbinden die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tierpark, aber auch Bedenken gegenüber einer fehlenden Ortsbildpflege wurden über den Fragebogen geäußert.

Im Sozial- und Gesundheitsbereich gibt es ein zufriedenstellendes Angebot, besonders hervorzuheben ist die Vereinsarbeit und die Kinderbetreuung. Im Veranstaltungssektor sind das Volksfest, Konzerte und Most & Musik sehr beliebt. Angegeben wurde, dass sich die Bevölkerung einen Bauernmarkt, ein größeres Angebot an regionalen Lebensmitteln und Veranstaltungen wie Karneval, Kirtag, Feste und Konzerte wünschen würde. Außerdem wären Geschäfte, die höherwertige Bekleidung und Schuhe anbieten, wünschenswert. Handlungsbedarf sehen die Befragten auch im Bereich Gastronomie und Nächtigungen.

Die Verkehrssituation in Haag zeigt, dass sich zwei Drittel der Befragten dringend Verbesserungen im Bereich des Radfahrens und der Öffi-Nutzung wünschen. Jeder Zweite sieht auch Handlungsbedarf beim Fußwegenetz. Ganze 624 Personen sehen Haag als autofreundliche Stadt an. Verbesserungsvorschläge dazu sind die Schaffung neuer Rad- und Fußwege, ein Öffi-Konzept oder Temporeduktionen.

Drei Viertel der Befragten stimmten zu, dass die Serviceorientierung und Hilfsbereitschaft bei der Rathausverwaltung bürgerfreundlich ist. Die meisten Informationen beziehen die Teilnehmer der Umfrage von der Haag Info, gefolgt von Gemeindehomepage, Gem2Go App und anderen lokalen Zeitungen. In den nächsten Jahren sollen vor allem eine sachliche Politik und Transparenz großgeschrieben werden. Dem Wunsch nach einer vermehrten Einbindung der BürgerInnen kann im Zuge der Stadterneuerung nachgekommen werden. In den folgenden Monaten werden interessierte BürgerInnen zu Veranstaltungen eingeladen, um sich aktiv einbringen zu können.

Spannend ist auch die Tatsache, dass um die 150 Personen ihre Wohnsituation verändern wollen. Die meisten davon präferieren den Umzug in ein Einfamilienhaus. 100 Personen haben Interesse an einem Baugrund.

In Zeiten von Corona hat sich die Arbeitsplatzsituation der Bevölkerung verändert. 138 Personen gaben an, Interesse an einem Co-Working-Space zu haben. 47 Personen überlegen sich in den nächsten 10 Jahren selbstständig zu machen. Dabei wurden etwa die Bereich IT, Gesundheit, Handwerk oder Beratung genannt.

Die gesamten Ergebnisse der Umfrage sind online unter www.stadthaag.at bzw. www.haager-stadtmarketing.at abrufbar.

 

Die Bereitschaft zur Mitarbeit ist da! 85 Personen wollen sich laut Umfrage aktiv an der Mitarbeit im Stadterneuerungsprozess in den nächsten Monaten und Jahren einbringen. In naher Zukunft ist ein offenes Büro geplant, in dem sich Interessierte bei den Beraterinnen der NÖ.Regional Christina Fuchs und Maria Huemer informieren und ihre Ideen einbringen können. Nähere Infos dazu folgen!

 

Foto: Vorne: Anton Pfaffeneder, Christina Fuchs, Lisa Dieminger (Sprecher-Stv.), Rudolf Mitter
Mitte: Silvia Schaumberger, Gerhard Stubauer (Sprecher), Bgm. Lukas Michlmayr, Hanna Wieser
Hinten: Andreas Wagner, Peter Schweinschwaller, Reinhard Prock, Martin Huber

Bei der Aktion „Stadterneuerung in NÖ" entwickeln die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Politik und Verwaltung Projekte und setzen diese um. Die NÖ.Regional ist hierbei ein wichtiger Partner. Sie unterstützen die Städte beim gesamten Prozess – bei der Erstellung des Stadterneuerungskonzeptes, beim Strukturaufbau mit Beirat und Arbeitsgruppen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektentwicklung und Projektmanagement.