05. Juni 2020

Mauer: dieser Stadtteil von Amstetten ist international bekannt, da hier einer der bedeutendsten römischen Funde in Österreich, ein umfassendes Inventar des Jupiter Dolichenus Tempels, entdeckt wurde. Doch in der Ortschaft selbst ist von der einmaligen Geschichte wenig spürbar und noch viel zu wenig bekannt. Dies soll nun anderes werden! Der 2019 von der NÖ.Regional.GmbH aus der Taufe gehobene Dorferneuerungsverein Dolichenus Mauer startet mit seinem wichtigsten Projekt: die Aufarbeitung der römischen Geschichte von Mauer.

„Die Bewohner von Mauer können stolz sein, in einem der wichtigsten spätantiken Fundplätze Österreichs zu wohnen“, schreibt einer der führenden Archäologen, Stefan Groh. Das Projekt „Geschichtskreis Mauer“ startete mit einem Vortrag des Historikers Niklas Rafetseder. Der auf römische Provinzialgeschichte spezialisierte Nachwuchsforscher (Theodor-Körner-Preisträger 2018) mit regionalen Wurzeln referierte über die für die römische Limes-Verteidigung wichtigen Kastells und den unschätzbar wertvollen Jupiter-Dolichenus-Fund, der heute im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt ist. Niklas Rafetseder wird den Dorferneuerungsverein Dolichenus Mauer auch weiterhin unterstützten und begleiten. Obmann Otto Hinterholzer hat ihm daraufhin die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen.

Die Bevölkerung ist nun zur Mitarbeit im Arbeitskreis aufgerufen und wurde gebeten, alte Fotos oder Informationen von Mauer mitzubringen.

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.