29. Juni 2021

Kirchberg an der Pielach. Mit Unterstützung von 25 engagierten TeilnehmerInnen kam die Gemeinde dem Abschluss der Arbeiten am Gemeinde21 Leitbild näher. In zwei Tagen entwickelten die KirchbergerInnen eine Strategie und Leitziele für die nächsten vier Jahre. Ein Team der NÖ.Regional unter Leitung von Marisa Fedrizzi moderierte.

Am 1.1.2020 ist Kirchberg in die Gemeinde21 eingestiegen. Viel Motivation war zu spüren, die wie so viele Aktivitäten plötzlich vom ersten Lockdown gebremst wurde. Die Entwicklung der Strategie, die am besten nur in Präsenzworkshops mit größerer Beteiligung zu erarbeiten ist, wurde damit verschoben. Die Zertifizierung zur familienfreundlichen Gemeinde wurde allerdings in Angriff genommen, diese Workshops konnten stattfinden. Auch ein Workshop mit dem Gemeindeteam hat stattgefunden.

Ein zweiter Versuch, die Zukunftskonferenz abzuhalten, wurde im Herbst 2020 wieder vereitelt, dann sollte es bis Juni 2021 dauern, doch noch zusammenkommen zu können.

Mit umso mehr Einsatz und Kreativität arbeiteten die TeilnehmerInnen unter Einhaltung der 3G Regel intensiv an der Strategie, die die großen Schwerpunktthemen Wohnen, Ortskern, Energieautarkie, Wasser und Kultur enthält.

Fachlicher Input kam von der Abteilung Wildbachverbauung: DI Eduard Kotzmann und Stefan Jekel präsentierten die ersten Überlegungen zum Hochwasserschutz an drei Gräben in Kirchberg, der im Endausbau durch den Wegfall der gelben Gefahrenzonen die Entwicklung und Bebauung der Attemsgründe möglich macht. Bgm Franz Singer ist überzeugt, dass „wir, wenn wir jetzt schon alle Ideen zusammentragen und Visionen spinnen, eine nachhaltige, moderne und zielführende Entwicklung dieser großen Fläche für alle Nutzergruppen zustande bringen“.

Weitere Projektideen gibt es im Kulturbereich: Treffpunkte, die auch als Bühne genutzt werden können, Ideen für die Ortsteile – so sollen die „Kirchberger Schätze“ bekannter gemacht werden. Konkret wird das Projekt der „Ortsmöblierung“, wo speziell auf Digitalisierung gesetzt werden soll. „Wir testen digitale Mistkübel, die signalisieren, wenn sie voll sind“, erzählt Bgm. Singer.

Die TeilnehmerInnen und auch das Moderationsteam waren beeindruckt von den Ergebnissen der beiden Tage. Ein Kernteam wird die weitere Entwicklung begleiten.

Die Landesaktion Gemeinde21 ist der niederösterreichische Weg zur Umsetzung des weltweiten UNO-Programms „Lokale Agenda 21“ und ist an ein umfassendes Förderprogramm gekoppelt. Sie unterstützt die Gemeinden, eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und BürgerInnen zu finden. Prozessbegleitung und Maßnahmenumsetzung erfolgen durch die RegionalberaterInnen der NÖ.Regional.