05. Juli 2022

Der Verein der NÖ Stadtmauerstädte war im Juni mit Obfrau Helga Thenmayer und rund 40 Personen in NÖ Mitte unterwegs um den Städten Herzogenburg und Traismauer einen Besuch abzustatten. Diese beiden Städte mit Stadtmauern haben Interesse an der Kooperation von 11 NÖ Stadtmauerstädten im nördlichen Niederösterreich teilzunehmen. Im Verein haben sich die Städte Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg, Horn, Laa an der Thaya, Marchegg, Retz, Waidhofen an der Thaya, Weitra und Zwettl zusammengeschlossen.

In Herzogenburg wurde am Vormittag die Gruppe von Bürgermeister Christoph Artner und Stadtrat Kurt Schirmer empfangen und von Frau Christine Oppitz (Historikerin) und Erich Böck (Topothekar) fachkundig durch die Stadt geführt, wobei der Schwerpunkt der Führung auf der noch bestehenden Stadtmauer lag. Der gesamte Ort wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit einem zwei Kilometer langen und vier Meter tiefen Graben umgeben, der von einem Erdwall begleitet wurde. Gegen die Türken gab es bereits eine geschlossene Stadtmauer, die 1598, gemeinsam für den Unteren Markt und Oberen Markt mit dem Stift Herzogenburg errichtet wurde.

Am Nachmittag im Schloss Traismauer berichtete Bürgermeister Herbert Pfeffer über die Geschichte der römischen Stadt Traismauer. Bei einem Rundgang durch die Stadt mit der Stadtführerin Frau Schöffl trafen die ExkursionsteilnehmerInnen auf die steinernen Zeugnisse der 2000 Jahre alten Geschichte Traismauers. Das Römertor, der Hungerturm und Reste der Stadtmauer sowie Ausgrabungen in der Unterkirche zeugen von einer ereignisreichen Geschichte. Auch das Nibelungenlied nimmt Bezug auf Traismauer. Kriemhild übernachtete mit ihrem Gefolge im Schloss Traismauer, als sie auf dem Weg zu Hunnenkönig Etzel war. Ein Fresko an der Innenseite des Römertors zeigt Auszüge davon.

Ein Heurigenbesuch in der Eichberger Kellergasse von Traismauer bildete den Abschluss und bot noch die Möglichkeit sich über die vielfältigen Eindrücke in Herzogenburg und Traismauer auszutauschen.

Der regelmäßige Informations- und Erfahrungsaustausch wird seit Beginn der Kooperation von der NÖ.Regional unterstützt, so wurde auch die Exkursion vom Büroleiter Josef Strummer organisiert und begleitet.

Bei der Aktion „NÖ Stadterneuerung" entwickeln die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Politik und Verwaltung Projekte und setzen diese um. Die NÖ.Regional ist hierbei ein wichtiger Partner. Sie unterstützen die Städte beim gesamten Prozess – bei der Erstellung des Stadterneuerungskonzeptes, beim Strukturaufbau mit Beirat und Arbeitsgruppen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektentwicklung und Projektmanagement.