Soziale Dorferneuerung

vom Familienverband zum Dorfverband

 

Die Soziale Gesinnung in unserem Land ist hoch, daher haben wir vier Ausgangspunkte:

  

  • Zuerst müssen wir Kapital erwirtschaften, danach kann investiert werden: Effizient und fokussiert. Wir brauchen innovative Lösungen: Hirnschmalz ist die Triebfeder einer Region.
  • Das Ziel muss klar in Richtung aktive Nachbarschaftshilfe weisen. Eine wichtige Frage dabei wird sein, in welcher Form die Vorteile einer Großfamilie weiterentwickelt werden können: Geld alleine kann die beruhigende Hand nicht ersetzen.
  • Kurzfristiges Denken, Egoismus, Geldgier und virtuelle Schein-Welten sind Auslöser der Wirtschaftskrise: Die Menschen werden auf den Boden der Realität zurückgeholt. Was wirklich zählt sind Leistungsbereitschaft, Verantwortung für den Nächsten und Gemein- bzw. Familiensinn – kurz gesagt nachhaltige Werte müssen wieder in den Mittelpunkt rücken.
  • Viele Probleme sind nicht nur mit Geld lösbar: Entscheidend wird sein, die bereits bestehenden, tragfähigen, kommunalen Netzwerke in zukunftsorientierten sozialen Lösungsansätze mitzudenken.

 

Zitat von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim NÖ Zukunftstag der Landesakademie in Kilb am 18. November 2009.

 

Die Dorferneuerung hat seit Anfang an auf eine wichtige soziale Komponente gesetzt: Im Ort oder Dorf miteinander reden, gemeinsame Ziele verfolgen, gemeinsame Vorhaben entwickeln, dann gemeinsam umsetzen und das Erreichte feiern. Denn wie heißt es: Durch’s Reden kommen die Leut’ z’samm!

 

Unter dem Slogan „vom Familienverband zum Dorfverband“ wollen wir nun die vorhandene soziale Kompetenz und die Kommunikation im Ort, im Dorf und in der Gemeinde wieder verstärkt in den Vordergrund stellen. Denn nur durch das gemeinsame Nachdenken ALLER Generationen und Gruppen werden entscheidende Zukunftsfragen lösbar sein.

 

Durch Vernetzung vorhandener Organisationen werden bestehende Ideen und Aktivitäten gesammelt, gebündelt und transportiert. Zusätzlich sollen auch gemeinsam mit Interessierten bedarfsgerechte Aktivitäten vor allem im Rahmen der Nachbarschaftshilfe entwickelt werden.


Einen wichtigen Part wird auch der oder die SozialkoordinatorIn im Ort bzw. in der Gemeinde einnehmen: Durch die kommunikative Art wird sie als Informationsdrehscheibe für unterschiedliche Anliegen dienen – unterstützt durch die Betreuung im Rahmen der Dorferneuerung, durch div. Organisationen (Hilfswerk, Volkshilfe, Caritas, Selbsthilfegruppen, einzelnen Vereine, etc.) und durch Module der NÖ Landeakademie.

 

Zusätzlich hat die NÖ Landesakademie das Tool der Sozialen Landkarte entwickelt: Hier können Informationen über Ideen, Projekte und Institutionen eingeholt werden und eigene Vorhaben einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

 

Ziel der sozialen Dorferneuerung ist, den Menschen als soziales Wesen auf der kommunalen Ebene zum Thema zu machen.

 

Weitere Informationen bei Ihrer BetreuerIn oder bei
DI Sabine Klimitsch
sabine.klimitsch@dorf-stadterneuerung.at
0676 88 591 222

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